… pünktlich zum Tag der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders inklusive Malta-Ihr-Habt-Eh-Keine-Chance-Helden melde ich mich mal wieder zu Wort.
Drei Gründe gibt es hierfür:
1. Mein Blog wird noch von durchschnittlich 10 Besuchern pro Tag besucht.
2. Ich habe seit Monaten nichts mehr geschrieben
3. Mein Freund Nils hat vor kurzem geschrieben, dass er Bloggen liebt. Dem möchte ich mich anschließen.
In den letzten Tagen und Wochen wurde ich oftmals von Freunden und Bekannten kontaktiert, schließlich bin ich momentan so etwas wie der “Südafrika-Experte”. Folgende Fragen standen dabei im Fokus:
1. Merkt man schon was von der WM in Südafrika? Daraus interpretiere ich, dass von der unglaublichen Vorfreude, die das Land durchfährt, in Europa noch nichts angekommen ist.
2. Ist es dort wirklich so schlimm mit der Gewalt? Anstelle von Gewalt kann auch Kriminalität, Fremdenhass, Armut etc. eingesetzt werden.
3. Ist das nicht alles von den Medien ein bisschen aufgebauscht? Diese Frage zu beantworten, fiel mir am leichtesten. Die Antwort lautet schlicht und einfach: Ja.
In den letzten Monaten, vor allem aber auch Wochen habe ich immer mehr den Eindruck gewonnen, dass das Bild über Südafrika im Rest der Welt noch gravierend verzerrter ist, als ich es mir jemals vorgestellt habe.
Da wird aufgrund eines Anschlags auf die togoische Nationalmannschaft (sagt man wirklich, nicht togolesische) in Angola (!) die Sicherheitsfrage gestellt, der Wurst-Fabrikant Hoeneß betont nachdrücklich, dass er nicht zur WM fährt.
Da wird davon gesprochen, dass es die Südafrikaner eh nicht schaffen, ein Groß-Event wie die WM zu organisieren. Welche Hürden ihnen dabei aber von externen Akteuren wie der FIFA geschaffen werden, wird verschwiegen. Genau so die Tatsache, dass alle Stadien fertig sind und an der Infra-Struktur fleißig gebastelt wird. Es wird sicherlich nicht dem europäischen Zeitplan entsprechen, aber Südafrika wird das schon schaffen!
Ich habe mir im Rahmen meiner Tätigkeit bei Masifunde mal die Mühe gemacht, eine differenziertere und nicht voreingenommene Sicht über die Lage hier vor Ort zu machen. Das Ergebnis ist eine Themenseite, die auf Seite 2 der Westfälischen Anzeiger Verlagsgesellschaft erschienen ist und die hier heruntergeladen werden kann.
Thema des Tages (PDF, 730 KB)
Und wer noch mehr über Masifunde erfahren will, der schaut sich mal die Sonderseite im Bergsträsser Anzeiger an, die gestern erschienen ist.
Masifunde im Bergstraesser Anzeiger (PDF, 970 KB)